Der Freundeskreis

Was ist der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk?

Der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk unterstützt die Arbeit des Bildungswerks und setzt sich für den Bau eines Herbert-Wehner-Hauses in Dresden ein.

Der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk wurde am 8. Februar 1997 in Dresden gegründet. Gründungssprecher war Dr. Hans-Jochen Vogel. Sprecher des Freundeskreises ist derzeit der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Thomas Oppermann. Zuvor waren bereits Außenminister Frank-Walter Steinmeier (2011-2014), und Dr. Peter Struck (2007-2011), der ehemalige Verteidigungsminister und Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Sprecher des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk.

Der Freundeskreis hat über 550 Mitglieder in Sachsen und im gesamten Bundesgebiet. Die Mitgliedsbeiträge werden angespart, um möglichst bald das grundlegende Ziel verwirklichen zu können: ein Haus für die demokratische politische Bildung und die Sozialdemokratie in Sachsen.

Hans-Jochen Vogel

Hans-Jochen Vogel

Jürgen Schmude

Jürgen Schmude

Frank-Walter-Steinmeier

Frank-Walter- Steinmeier

Thomas Oppermann

Thomas Oppermann

Treffen und Grillfest

Auf dem Grillfest 2006

Die Mitglieder werden zu den jährlichen Treffen des Freundeskreises eingeladen und können zu erheblich verbilligten Bedingungen an Seminarveranstaltungen teilnehmen. Die Ersparnis beträgt 50 Prozent der Teilnahmegebühr bzw. bei Seminaren mit einer Teilnahmegebühr von über 50 Euro 25 Euro pro Seminar. Der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk ist kein eigenständiger Verein, sondern bei der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung angesiedelt. Das heißt, mit der Mitgliedschaft sind nicht die Rechte und Pflichten einer Vereinsangehörigkeit verbunden. Die Mitglieder zahlen allerdings Beiträge, für die sie Spendenbescheinigungen der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung erhalten.

Protokolle der vergangenen Freundeskreistreffen.

Jetzt Mitglied werden!

Mitglied werden kann jede/r, der/die helfen will, gleich ob aus dem Wunsch heraus, etwas für die politische Bildung in Sachsen oder etwas für das Andenken an Herbert Wehner zu tun. Oder auch um zu einem lebendigen Kreis zu gehören, der unter anderem – siehe die jährlichen Treffen und Grillfeste – der Begegnung mit Menschen aus anderen Regionen Sachsens und Deutschlands dient.

Der Mitgliedsbeitrag pro Jahr beträgt mindestens 64 Euro; gering Verdienende können ihren Jahresbeitrag auf bis zu 16 Euro absenken.
Ihre Vorteile bei einer Mitgliedschaft:

  • einmal jährlich Einladung zum Freundeskreistreffen in Dresden (mit Grillfest)
  • automatischer, kostenloser Bezug der “Wehnerpost”
  • Absenkung des Teilnahmebeitrags für Seminare um die Hälfte bzw. um bis zu 25,- Euro
  • Spendenbescheinigung durch die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung

Alle die helfen wollen sind aufgerufen, mitzumachen. Beitrittsformulare gibt es beim Herbert-Wehner-Bildungswerk (info@wehnerwerk.de; Telefon 0351-8040220 , Telefax 0351-8040222) oder hier (Beitrittserklärung, pdf).

Greta Wehner – Den Freunden zum Geleit

Greta Wehner über die Notwendigkeit politischer Bildung

Greta Wehner

Greta Wehner

Als ich 1992 zur Gründungsversammlung eingeladen war, hatten die sächsischen Sozialdemokraten sich bereits auf diesen Namen geeinigt. Namen sind häufig Symbol für etwas, was erhofft wird. Diese Hoffnung begegnet mir immer wieder mit den Worten, hätten wir doch heute Herbert Wehner in Sachsen.

Die aus seinem politischen Weg gewachsene Erfahrung, die ihn zu vorausschauendem Denken befähigte, seine eindeutige Entscheidung zum demokratischen Rechtsstaat, sein soziales Gewissen und seine Kraft zu überzeugen und Erkanntes durchzusetzen, ist nicht nachzuahmen, aber, das kann als Vorbild wirken. Manch einer mag fragen, was hat dieser politische Praktiker mit Bildungsarbeit zu tun, Bildung ist ihm immer wichtig gewesen. Er selbst war ein Leben lang Lernender. Sein Traum, in jungen Jahren Lehrer zu werden, ließ sich nicht verwirklichen. Seine Vorstellung, nach der Rückkehr aus der Emigration, Leiter einer Heimvolkshochschule in Schleswig-Holstein zu werden, scheiterte an der fehlenden akademischen Bildung. Die Fähigkeit, anderen das Rüstzeug mitzugeben, erlosch dennoch nicht. Als stellvertretender Vorsitzender der SPD, zu einer Zeit als dieses Amt die Aufgabe des Bundesgeschäftsführers einschloß und nicht durch eine inflatorische Zahl der stellvertretenden Vorsitzenden geprägt war, führte Herbert Wehner Wochenkurse mit Sozialdemokraten aus den Betrieben durch.

Herbert Wehner

Herbert Wehner

Einer der Teilnehmer, Michael Weber, schrieb in seinen Erinnerungen: Er hat uns Teilnehmern, mit dem, was er uns gelehrt hat und damit, wie er uns unterstützt und geholfen hat, zum aufrechten politischen Gang verholfen. Die erste, planmäßige Heranbildung von Parteisekretären (heute Geschäftsführer) in der Nachkriegs-SPD, wurde in der gleichen Zeit nicht nur von Herbert Wehner angeregt, sondern auch lehrend durchgeführt. Diese aus verschiedenen Berufen gekommenen und sich dort bewährt habenden Männer erarbeiteten sich mit Herbert Wehner in der blockweisen, in Theorie und Praxis gegliederten Ausbildung nicht nur politisches Wissen, sondern auch ganz praktische Hilfsmittel.

“Eine vielfache Herausforderung”

So erinnere ich, daß Herbert Wehner bemüht war, ihnen zu vermitteln, wie man sinnvoll Notizen macht, um Diskussionen in Veranstaltungen leiten zu können. Die Bergneustadt-Gruppe hat sich in der praktischen Arbeit der Unterbezirke und Bezirke der SPD hervorragend bewährt. Politische Bildung unter dem Namen Herbert Wehner ist eine vielfache Herausforderung, wenn sie gut ist, hilft sie den Menschen selbständig politisch zu denken, solidarisch zu handeln und, im besten Fall, auch zukunftsweisend entscheiden zu können, mit welchen Gruppierungen die Zukunft unseres Rechtsstaates sozial und demokratisch gestaltet werden kann. Alte Freunde, die Herbert Wehner im politischen Leben selbst erlebt haben oder die durch die jahrzehntelange Spaltung unserer Heimat ihn nur mit Hilfe des Rundfunks erleben konnten und junge Freunde, die nachgewachsen sind, unterstützen, je nach ihren persönlichen Möglichkeiten, die Arbeit des Bildungswerkes.

Im August 1994 äußerte ich etwas leichtfertig: Wenn ich könnte, würde ich hier in Dresden für das Herbert-Wehner-Bildungswerk ein Haus bauen, mit Platz für Schulungsräume und Bibliothek und für mich eine Wohnung darin. Die Wohnung habe ich geschafft, der weitere Gedanke ist von anderen aufgegriffen: ein Haus für Herbert Wehner, hier in seiner geliebten Heimat, in die der im Januar 1990 Verstorbene nicht mehr heimkehren konnte, einen Ort zu schaffen, wo die Menschen das Rüstzeug erarbeiten können, mit dem sie fähig werden: die Dinge zu regeln, die uns alle angehen, wie Herbert Wehner das Wort Politik erklärte.

Der Neuen Gesellschaft Sachsen mit ihrem Herbert-Wehner-Bildungswerk ein herzliches Glückauf.

Greta Wehner (1997)

Einladung zum Spenden

Wer über den Mitgliedsbeitrag hinaus etwas spenden möchte, ist dazu herzlich eingeladen.

IBAN: DE27 8505 0300 3120 0690 26

BIC: OSDDD E81 XXX
Ostsächsische Sparkasse Dresden

Satzungsmäßige Regelung

§ 13a des Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk

  1. Die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung ist Trägerin des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk.
  2. Diesem Freundeskreis kann jeder angehören, der die Regelungen des Freundeskreises in der Satzung der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung anerkennt und ihre Arbeit fördern möchte.
  3. Über die Angehörigkeit zum Freundeskreis entscheidet der Stiftungsvorstand.
  4. Die Mitglieder des Stiftungsbeirats sind ebenso, ohne weiteren Beschluß, Angehörige des Freundeskreises, wie diejenigen, die bei Ablauf des Jahres 2005 dem Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk angehört haben.
  5. Der Freundeskreis legt jährlich seine Aufgabenschwerpunkte für jedes folgende Jahr fest. Er beschließt über die Höhe des jeweils geltenden Mindestbeitrages sowie über einen Verwendungsvorschlag der durch seine Mitglieder gezahlten, gespendeten und gesammelten Einnahmen. Die Einnahmen werden auf einem Sonderkonto erfaßt.
  6. Zur Leitung seiner Zusammenkünfte sowie zur Vertretung des Freundeskreises gegenüber dem Stiftungsbeirat und in der Öffentlichkeit wählt er einen Sprecher, einen Ersten Stellvertretenden Sprecher und zwei weitere Stellvertreter. Zur Führung der laufenden Geschäfte wählt der Freundeskreis aus seiner Mitte einen Geschäftsführer. Die Wahlen erfolgen nach Notwendigkeit.

(Auszug aus der Satzung der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung, erlassen durch Greta Wehner am 20. Mai 2003, geändert mit Wirkung zum 1. Januar 2006, erneut geändert am 7. Juli 2007)

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