Protokolle der Freundeskreistreffen

Hier geht es direkt zu den Berichten der Freundeskreistreffen:

2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 (100. Geburtstag H. Wehner) | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014

18. FK-Treffen 2014

Das 18. Freundeskreistreffen fand am Freitag, den 11. Juli 2014 an Herbert Wehners 108. Geburtstag im Kulturrathaus statt.

Das Protokoll zur Veranstaltung finden Sie hier.

17. FK-Treffen 2013

Das 17. Treffen des Freundeskreises fand am Samstag, den 6. Juli 2013 im Haus an der Kreuzkirche statt.

Den Bericht zu der Veranstaltung finden Sie hier.

16. FK-Treffen 2012

Das 16. Treffen des Freundeskreises am Samstag, den 7. Juli 2012 fand dieses Mal im Haus an der Kreuzkirche statt.Weitere Informationen:

Bericht zur vorhergehenden Podiumsdiskussion inklusive Video der gesamten Veranstaltung.

Protokoll des 16. Freundeskreistreffens (pdf, 560KB)

15. FK-Treffen 2011

Das 15. Treffen des Freundeskreises fand am Samstag, den 9. Juli 2011 im Kulturrathaus Dresden, Königstr. 15.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier.

14. FK-Treffen 2010: Opposition gestaltet!

Auch das 14. Treffen des Freundeskreises war trotz Hitze ein voller Erfolg.

Trotz großer Hitze war der Clara-Schumann-Saal im Dresdner Kulturrathaus am 11. Juli 2010, dem 104. Geburtstag von Herbert Wehner, gut gefüllt. über 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Sachsen und dem ganzen Bundesgebiet waren gekommen zur Podiumsdiskussion “Opposition gestaltet“ des Herbert-Wehner-Bildungswerks. Auf dem Podium diskutierten Martin Dulig, Hans-Jochen Vogel und Frank-Walter Steinmeier, moderiert von Peter Struck. Einen Bericht finden Sie hier. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion fand unter Leitung von Peter Struck das jährliche Treffen des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk statt. Darin wurde beschlossen, dass in Dresden möglichst bald ein Herbert-Wehner-Haus für Sachsen errichtet werden soll. Wie der Gründungsvorsitzende des Herbert-Wehner-Bildungswerks, Peter Adler, betonte, unter der Überschrift „Ein Haus für Onkel Herbert“ stecke mehr als nur eine Bildungsstätte, sondern auch: Wir müssen Herbert Wehner in seine Geburtsheimat Sachsen zurückbringen. Zum abendlichen Grillfest auf dem Hof des Bildungswerks erschienen erneut mehr als 100 Gäste, die dann auch noch gemeinsam das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft sehen konnten.

Das Protokoll zum 14. Freundeskreistreffen am 11. Juli 2010 finden Sie hier (1,0 MB)

11. Juli 2009: Lebendige Demokratie Ost

Wehner-Freunde trafen sich in Dresden

Richard Schröder, Gesine Schwan und Miloš Havelka am 11. Juli 2009 in DresdenÜber 200 Dresdner und teils weitgereiste Freundinnen und Freunde des Herbert-Wehner-Bildungswerks trafen sich am 11. Juli, dem 103. Geburtstag des legendären SPD-Fraktionsvorsitzenden. Mit dabei: Peter Struck, Greta Wehner, Franz Müntefering, Wolfgang Tiefensee und Jürgen Schmude. Sie alle lauschten gebannt dem hochkarätigen Podiumsgespräch zwischen Gesine Schwan, Richard Schröder und Miloš Havelka zum Thema Lebendige Demokratie Ost.

Dabei klappte die Verständigung mit dem Prager Professor gut. Havelka betonte, dass Demokratie sich nicht nur in Institutionen erschöpfe, sondern eine kritische Öffentlichkeit hinzukommen muss. Während Gesine Schwan und der ehemalige Vorsitzende der SPD-Volkskammerfraktion Richard Schröder teils durchaus unterschiedliche Herangehensweisen hatten, konnten sich doch alle darauf einigen: Je mehr Menschen in der Demokratie mitwirken, um so lebendiger wird sie. Demokratie nicht nur als Staats-, sondern als Lebensform, so hatte Herbert Wehner es einst vom tschechoslowakischen Staatsgründer Masaryk gelernt.

Der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk unter Vorsitz von Peter Struck hat inzwischen fast 550 Mitglieder in ganz Deutschland. Der Kreis trifft sich alljährlich am Geburtstag seines Namensgebers. In der Sitzung erläuterte Geschäftsführer Christoph Meyer das Ziel: Mitten in Dresden, nah bei den Menschen, ein Herbert-Wehner-Haus für die politische Bildung und die demokratische Kultur errichten. Wir wollen bauen und wir werden bauen.

Einen gelungenen Abschluss und die Gelegenheit, die Eindrücke vom Tage zu vertiefen, bot erneut das abendliche Grillfest im Hof des Herbert-Wehner-Bildungswerks in der Dresdner Neustadt. Das große Gespräch (Willy Brandt) am Tage und das kleine Gespräch am Abend, sie beide zusammen ergaben an diesem Samstag in Dresden eine Lektion in lebendiger Demokratie.

Das Protokoll zum 13. Freundeskreistreffen am 11. Juli 2009 finden Sie hier.

Wehner-Freundeskreis begrüßt 500. Mitglied

Sozialdemokratische Prominenz feierte 102. Geburtstag des Dresdner Staatsmannes

Jürgen Schmude und Hans-Jochen Vogel am 11. Juli 2008 in DresdenHans-Jochen-Vogel, Peter Struck, Jürgen Schmude, Greta Wehner und Martin Dulig sowie über 150 weitere Gäste feierten am Freitag, den 11. Juli 2008 den 102. Geburtstag Herbert Wehners. Sie alle würdigten an diesem Tag die Bedeutung der politischen Bildung für mehr Demokratiebewusstsein und Engagement.

Christoph Meyer, Leiter des Herbert Werner-Bildungswerks, freute sich, an diesem Tag das 500. Mitglied im Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk begrüßen zu können: Heike Wieghardt aus Dresden. Ziel des Freundeskreises ist, in der Landeshauptstadt ein Herbert-Wehner-Haus zu bauen: Mitten in der Stadt, nah bei den Menschen und offen für alle so stellt sich Meyer das Haus vor. Es soll Raum bieten für Veranstaltungen zur politischen Bildung und die Traditionen der demokratischen Arbeiterbewegung in Sachsen lebendig halten. ergänzt Karin Luttmann, pädagogische Mitarbeiterin. Sie ist überzeugt: Die Beschäftigung mit Herbert Wehners bewegter Biographie kann den Weg dieser Ideen lebendig veranschaulichen und mehr Menschen zu politischem Engagement anspornen.

Das Protokoll zum 12. Freundeskreistreffen am 11. Juli 2008 finden Sie hier.

7. Juli 2007: Peter Struck neuer Freundeskreissprecher

Freundeskreis will bauen

Im Anschluß an eine eindrucksvolle Festveranstaltung mit Kurt Beck und Hans-Jochen Vogel fand das 11. Jahrestreffen des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk statt. Erneut waren über 100 Mitglieder von nah und fern nach Dresden gekommen. Christoph Meyer, der Geschäftsführer, berichtete über die erfolgreiche Arbeit des Bildungswerks mit 96 Seminaren in 2006 und 99 geplanten Veranstaltungen für 2007. Ein besonderer Schwerpunkt, so Meyer, sei die kommunalpolitische Bildungsarbeit in Zusammenarbeit mit der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) Sachsen e.V. Die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung habe sich im zurückliegenden Jahr nach dem 100. Geburtstag und der großen Wehner-Biographie vor allem um die weitere Erschließung des Archivs der Stiftung bemüht.

Angesichts eines langsam aber stetig steigenden Vermögens meinte Meyer, das Geld nur anzusparen reiche auf Dauer nicht aus. Er schlug daher vor, jetzt nach einem Grundstück zu suchen, gerne auch, wie Kurt Beck zuvor im Stiftungsbeirat vorgeschlagen hatte, mit einem zu sanierenden Altbau darauf. Entscheidend sei – neben der Machbarkeit – eine zentrale Lage für ein geistig-politisches Zentrum im Herzen der Landeshauptstadt für ganz Sachsen. Das künftige Haus soll nicht nur reichlich Platz für Büro und Organisation bieten, sondern auch einen großen Tagungsraum haben, Platz im Garten, für Archiv und Bibliothek und nach Möglichkeit einen musealen Bereich. Bis es soweit ist, so Meyer, wird sicher noch einige Zeit vergehen. Es wird schwierig werden, aber: Ich glaube nicht, daß es eine Utopie ist. Jürgen Schmude pflichtete dem bei und fügte hinzu, daß hierzu jegliche Hilfe und Ratschläge erwünscht sind.

Einen wichtigen Schritt auf dem von Hans-Jochen Vogel einst vorgegebenen Ziel, nämlich über 500 Mitglieder zu haben, tat der Freundeskreis im Anschluß an diese Ausführungen: Er wählte einstimmig Peter Struck, den Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, zu seinem neuen Sprecher. Damit ist nach Hans-Jochen Vogel ein weiterer Nachfolger Herbert Wehners in diese Pflicht getreten, dem Jürgen Schmude als Erster Stellvertretender Sprecher zur Beratung und angesichts des harten tagespolitischen Geschäfts entlastend zur Seite steht.

Grillfest mit Rekord

Am Abend folgte das – nun schon neunte – Grillfest des Freundeskreises auf dem Hof des Herbert-Wehner-Bildungswerks. Über 120 Gäste kamen diesmal, und – für ein solches Grillfest ein Rekord – zehn neue Freundeskreismitglieder konnten an diesem Abend aufgenommen werden. Damit hat der Freundeskreis nun 464 Mitglieder, seinen bisher absoluten Höchststand. Nicht zuletzt dazu beigetragen haben dürfte die launige Rede des stellvertretenden Sprechers des Freundeskreises, des Staatsministers und SPD-Landesvorsitzenden Thomas Jurk. Die Organisation durch Margarete Füßer und zahlreiche Helferinnen und Helfer war erneut vorbildlich, insbesondere die Dekoration und zahlreiche von Mitgliedern selbst mitgebrachte Salate sorgten für gute Stimmung, die diesmal bis in die Nachtstunden anhielt.

Das Protokoll zum 11. Freundeskreistreffen am 7. Juli 2007 finden Sie hier.

Rekordbeteiligung am 100. Geburtstag

11. Juli 2006: Über 100 Mitglieder kamen zum Freundeskreistreffen

So viele waren wir noch nie, staunte Christoph Meyer, Geschäftsführer des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk, über die Beteiligung der Mitglieder am 10. Treffen des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk. Über 100 Mitglieder und zahlreiche Gäste nahmen an diesem Treffen teil, welches im Anschluß an die eindrucksvolle Dresdner Gedenkveranstaltung des Bildungswerks mit Helmut Schmidt im Kleinen Haus des Staatsschauspiels stattfand. In gewohnt konzentrierter Atmosphäre absolvierte der Freundeskreis unter der Leitung von Jürgen Schmude sein jährliches Treffen.

Zwei zukunftsträchtige Entscheidungen wurden dabei getroffen: Zum einen die Wahl des stellvertretenden Ministerpräsidenten und SPD-Landesvorsitzenden Thomas Jurk zum stellvertretenden Sprecher des Freundeskreises. In diesem Amt folgt er auf Karl-Heinz Kunckel, der es aus Gesundheitsgründen nach fast 10 Jahren niederlegen mußte. Sprecher Jürgen Schmude dankte Karl-Heinz Kunckel für seine Hilfe. Thomas Jurk bekundete seine Verbundenheit mit Kunckel und erklärte, er werde sich seiner Aufgabe mit Engagement widmen. Zum zweiten beschloss der Freundeskreis einstimmig, dass es künftig möglich sein soll, bis zu einem Drittel der laufenden Einnahmen aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen für den Aufbau von Archiv und Bibliothek der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung zu verwenden. Damit, so Geschäftsführer Christoph Meyer, soll noch im Herbst 2006 angefangen werden.

Das Protokoll zum 10. Freundeskreistreffen am 11. Juli 2006 finden Sie hier.

Freundeskreistreffen des Wehnerwerks: Wer kommen konnte, kam …

Greta Wehner und Franz Müntefering

11. Juli 2004 – Freundeskreistreffen im “Orpheum”

Greta Wehners Erfahrungen und Herbert Wehners Biographie – Freundeskreis traf sich im Ballsaal “Orpheum”

Die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung nimmt sich zwei Buchprojekte vor. Dies gab die Dresdner Stiftung auf dem Jahrestreffen des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk am 11. Juli 2004 bekannt. Zu ihrem 80. Geburtstag am 31. Oktober 2004 erscheinen Greta Wehners “Erfahrungen – Aus einem Leben mitten in der Politik”, und zu Herbert Wehners 100. Geburtstag am 11. Juli 2006 schreibt Stiftungsvorstand Christoph Meyer eine Herbert-Wehner-Biographie.

Zum jährlichen Treffen am Geburtstag von Herbert Wehner kamen dieses Jahr über 180 Gäste von nah und fern ins prall gefüllte “Orpheum” in der Dresdner Neustadt. Höhepunkt war ein Podiumsgespräch mit dem SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzenden Franz Müntefering, Hans-Jochen Vogel, Landesbischof Johannes Hempel und dem DGB-Landesbezirksvorsitzenden Hanjo Lucassen. Der Sprecher des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk, der ehemalige Bundesbildungs- und -justizminister Jürgen Schmude, moderierte das hochkarätige Gespräch unter dem Motto “Solidarität auf dem langen Weg zu inneren Einheit”. Dabei waren neben Greta Wehner auch Sachsens SPD-Frontmann Thomas Jurk und Rechtsanwalt Wolfgang Vogel, der über 20 Jahre Herbert Wehners DDR-Verhandlungspartner in Sachen Häftlingsfreikäufe und Familienzusammenführung war.

Greta Wehner hat nach Herbert Wehners Tod im Jahr 1990 in zahlreichen Veranstaltungen Zeugnis abgelegt vom Wirken ihres Mannes, vom gemeinsamen Erleben und von ihren eigenen Erfahrungen mitten in der Politik. Sie hat den in Dresden geborenen SPD-Politiker 37 Jahre lang begleitet, als Mit-Arbeiterin, Ehefrau und Pflegerin. Christoph Meyer, der Leiter des Dresdner Herbert-Wehner-Bildungswerks, gibt ihr Buch “Erfahrungen” für die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung heraus. Es geht nicht nur darum, Greta Wehner mit dieser Sammlung zu ehren. Sie ist eine politische Persönlichkeit, wie es kaum eine zweite gibt, und sie hat uns eine Menge zu sagen, so Meyer zu dem Buch, das im Oktober erscheint. Er fügt hinzu: Wer das Buch direkt bei uns bestellt, tut ein gutes Werk: 30 Prozent vom Erlös gehen dann an die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung.

Sie fließen in die Förderung des zweiten Projekts: Zu Wehners 100. Geburtstag 2006 schreibt Meyer eine Gesamtbiographie des Politikers. Herbert Wehner hat eine knappe, komplette und lesbare Biographie verdient, beschreibt Meyer sein Ziel: Wehners Leben erzählen heißt Verständnis schaffen für die deutsche Geschichte, für den hohen Wert der Demokratie und für ihre Gefährdung. Meyer: Das Buch soll ein weiterer Baustein zu unserem Dresdner ‘Haus für Herbert Wehner’ sein.

Nähere Informationen zu dem Buch “Erfahrungen” auf dieser Homepage unter Greta Wehner.

Das Protokoll zum 8. Freundeskreistreffen am 11. Juli 2004 finden Sie hier.

3. Juli 2003: Freundeskreis über 400

Dresdner wird 400. Mitglied

Der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk in Dresden hat eine kleine Mitglieder-Schallmauer durchbrochen. Gestern kamen drei Beitrittsformulare an – jetzt sind es genau 401, meint Geschäftsführer Christoph Meyer und fügt hinzu: Damit haben wir unser Etappenziel bis zum Geburtstag von Herbert Wehner am 11. Juli erreicht.

Mitglied Nummer 400 ist Thomas Früh aus Dresden. Nach den Motiven zu seinem Beitritt befragt, betont er die Rolle der Geschichte. Thomas Früh: Herbert und auch Greta Wehner sind eben beeindruckende Persönlichkeiten. Freundeskreis und Bildungswerk wirken in ihrem Sinne – das möchte ich fördern. Der Verwaltungsjurist ist in seiner Freizeit als stellvertretender Vorsitzender des Stadtausschusses der Dresdner SPD aktiv.

Als Sprecher des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk amtiert seit Juli 2001 Bundesjustizminister a.D. Dr. Jürgen Schmude. Die Mitglieder kommen aus Sachsen, dem gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus. Mit ihren Spenden leisten sie einen Beitrag, der langfristig den Erwerb einer eigenen Bildungsstätte für das Herbert-Wehner-Bildungswerk ermöglichen soll.

Das Protokoll des Treffens finden Sie hier.

11. Juli 2002: 10 Jahre Herbert-Wehner-Bildungswerk

Podiumsdiskussion mit Thomas Krüger und Hans-Jochen Vogel in der Dreikönigskirche. Ein Bericht zu diesem Treffen findet sich hier. (Link ins Archiv des Bildungswerks)

Das Protokoll des Treffens finden Sie hier.

12. Juli 2001: Schmude Nachfolger von Vogel

Einstimmig zum Sprecher des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk gewählt

Dr. Jürgen Schmude (65) wurde am 12. Juli 2001 in Dresden einstimmig zum neuen Sprecher des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk gewählt. Er folgt in diesem Amt auf den ehemaligen SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzenden Dr. Hans-Jochen Vogel, der nach über vier Jahren das Amt aus Altersgründen abgab. Der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk hat es sich zur Aufgabe gemacht, Gelder für eine Heimstatt der politischen Bildung in Sachsen zu sammeln.

Hans-Jochen Vogel ist Gründungssprecher des Freundeskreises des sächsischen Bildungswerks. Man soll ein Amt abgeben, solange der Rücktritt noch bedauert wird, meinte der 75jährige unter dem allgemeinen Beifall der Versammelten. Über 70 der inzwischen mehr als 350 Freundeskreismitglieder aus Sachsen und ganz Deutschland waren in die Jüdische Gemeinde in der Bautzner Straße gekommen. Darunter natürlich Greta Wehner, die SPD-Landtagsabgeordneten Peter Adler, Karl-Heinz Kunckel und Karl Nolle, angeführt von ihrem Fraktionsvorsitzenden Thomas Jurk sowie Renate Jäger, SPD-Bundestagsabgeordnete. Zahlreiche Freunde und Weggefährten der Wehners kamen nach Dresden, so auch Rechtsanwalt Wolfgang Vogel, langjähriger Verhandlungspartner von Herbert Wehner beim Häftlingsfreikauf. Den weitesten Weg hatten Dr. Yen-huei Chen und seine Frau: Sie kamen extra aus Taiwan geflogen.

Jürgen Schmude wies darauf hin, daß er schon zum zweiten Mal die Nachfolge von Hans-Jochen Vogel antritt: Als er 1981 Regierender Bürgermeister von Berlin wurde, hat er es genauso gemacht, erinnerte er sich schmunzelnd. Damals war Schmude schon einmal auf Vogel gefolgt – als letzter Bundesjustizminister der sozialliberalen Koalition. Zuvor war der Jurist von 1978 bis 1981 Bundesminister für Bildung und Wissenschaft gewesen. SPD-Mitglied seit 1957, ist Jürgen Schmude seit 1985 Präses der Synode der Evangelischen Kirche Deutschlands – und damit gewissermaßen der evangelische Kollege des sächsischen Wissenschaftsministers Meyer (CDU) vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken.

Nach dem Treffen feierten die Wehner-Freunde gemeinsam auf dem Hof des Bildungswerks in der Kamenzer Straße 12 (Dresden-Neustadt) ein Grillfest. Unser Geburtstagsgrillfest für Herbert Wehner haben wir zum ersten Mal 1999 gefeiert. Beim dritten Mal können wir schon von einer Tradition sprechen, meinte Geschäftsführer Christoph Meyer. Eine schöne Tradition, fügte einer der Gäste hinzu.

Freundeskreistreffen und Grillfest bildeten den Abschluß einer zweitägigen Spurensuche zum 95. Geburtstag von Herbert Wehner. Höhepunkte waren der Besuch des SPD-Generalsekretärs Franz Müntefering beim Bildungswerk am Mittwoch, den 11. Juli 2001 sowie die feierliche Benennung eines Platzes in der Innenstadt nach dem 1906 in Dresden geborenen sozialdemokratischen Politiker. Bürgermeister Klaus Deubel (SPD) führte dazu unter anderem aus: Daß dieser Platz hier im Herzen Dresdens nach Herbert Wehner benannt wird, ist Ausdruck des großen Respektes, den wir vor den Leistungen des Staatsmannes, des Strategen, des immer hilfsbereiten Menschen Herbert Wehner haben.

Das Protokoll des Treffens finden Sie hier.

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